Tom & Lisa feiern eine Party

FSP Herzberg

Tom und Lisa werden 15 und wollen natürlich mit ihren Freund_innen Emma, Caroline, Svetlana, Christian, Sibel, Fabian, Vasili, Murat, Sophia, und Theo ihren Geburtstag gebührend feiern. Zur Planung trifft sich die Clique nach der Schule und bespricht alles Wichtige, besonders wie das mit dem Alkohol laufen soll.

So, oder so ähnlich kann der Alkoholpräventionsworkshop "Tom & Lisa" starten. Die teilnehmenden Jugendlichen schlüpfen dabei in die verschiedenen Rollen und planen wirklich eine Party. Es wird über das Jugendschutzgesetzt, Konsumzahlen, Elternmeinungen, Vorteile einer Party ohne Alkohol, Tipps im Umgang mit Alkohol, Alternativen zum Alkoholkonsum, aber auch Erste Hilfe bei einer Überdosis und Regeln zum Konsum gesprochen und noch viel wichtiger viel selber gemacht. Dies ist der große Vorteil dieses interaktiven Angebotes, die Jugendlichen schlüpfen in ihre Rolle und simulieren wirklich die Party. Dadurch werden die Jugendlichen in ihrer Lebenswelt angesprochen und können altersgemäß zu einem sachlichen und kritischen Umgang mit Alkohol angeregt werden.

Im neuen Schuljahr sind noch Plätze frei, wer also an dem Alkoholworkshop für Schulklassen oder Jugendgruppen hat, kann sich gerne in der Fachstelle melden. Alle Infos können im Flyer noch mal nachgelesen werden. "Tom & Lisa" sind Teil des kommunalen Alkoholprojekts "HaLt - Hart am Limit".

1. Jahr starKIDS - Zwischenbilanz und Ausblick

FSP Herzberg

Seit einem Jahr wird in vier Kindertageseinrichtungen "starKIDS - Starke Kinder von Anfang an. Suchtprävention und Gesundheitsförderung in Kindertagesstätten" durchgeführt. Nun wurde in einem Arbeitskreistreffen Bilanz gezogen.

Alle teilnehmenden Erzierher/innen sind sehr zufrieden mit dem Programm, besonders der Austausch innerhalb des Teams, aber auch mit den Kollegen/innen aus den anderen Einrichtungen wird als sehr positiv gesehen. Dadurch ergeben sich eine intensive Beschäftigung mit den suchtpräventiven Themen, neue Impulse für den Alltag und viele Reflexionsmöglichkeiten. Dadurch konnte ganz konkrete Gewinne in den einzelnen Einrichtungen erzielen:

  • Leitfaden für die Elternarbeit
  • Elternabende zu Konflikten, suchtpräventive Erziehung und Zusammenleben in der Familie
  • Medienprojekt: Aktives Gestalten von Fotos und Filmen mit eigener Ausstellung
  • verstärkte Kooperation mit der Erziehungsberatung
  • Ernährungsprojekt "Mein Lieblingsessen"
  • Gesundheitstag für das Erzieher/innen Team
  • Veränderung der persönlichen Einstellung zum Thema und eine stärkere Vorbildfunktion
  • Informationen zu suchtrelevanten Veranstaltungen und Einrichtungen erhalten

Aber auch über Stolpersteine wurde gesprochen, so ist es manchmal schwer die starKIDS Themen in den Kitaalltag zu integrieren, da noch viele weitere Angebote und Projekte in den Einrichtungen durchgeführt werden. Auch die Motivation im Team musste dadurch manchmal wieder hergestellt werden, aber dafür haben die Teilnehmenden im Arbeitskreis gute Rahmenbedingungen in ihren Teams entwickelt.

Im nächsten Kindergartenjahr wird sich intensiv mit Hilfen für Kinder aus suchtkranken Familien auseinander gesetzt. Neben Unterstützungsangeboten für Kinder, steht dabei besonders die Elternarbeit und Gesprächsführung von "schwierigen Gesprächen" im Mittelpunkt. Auf dieses Thema sind die Teilnehmenden sehr gespannt und erhoffen sich viele wichtige Tipps und Unterstützungsmöglichkeiten. Aber bis dahin genießen alle ihre verdiente Sommerpause.

Sommerfest war ein Erfolg

Fachsstelle Sucht und der Förderkreis LoS  haben gefeiert

Mit einem gut besuchten Gottesdienst in der Nicolai Kirche in Herzberg haben die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention  und der Förderkreis LoS  (Leben ohne Sucht) am 24.06.2017 ihr jährliches Sommerfest begonnen. Es ist schon Tradition, das Fest mit einem besinnlichen und angemessenen Rahmen  einzuläuten um  innezuhalten und Rückschau zu nehmen und sich die Überwindung und Bewältigung der Hindernisse und Beschwerlichkeiten der Sucherkrankung zu vergegenwärtigen.

Im Anschluss an den Gottesdienst wurde auf dem Gelände der FSP in der Juesseestrasse weitergefeiert. Es gab ein reichhaltiges Kuchenbuffet und der Andrang auf die Grillbratwürste war so groß, dass mehrere Portionen beim Fleischer nachgeordert werden mussten.

Vertreter/innen der verschiedenen Sucht-Selbsthilfegruppen im  Landkreis waren unter den Gästen und kamen untereinander ins Gespräch. Ehemalige Patient/innen und Klient/innen nutzten die Gelegenheit sich auf dem Sommerfest mit den Vorstandsmitgliedern des Förderkreises LoS und den  therapeutischen Mitarbeiter/innen der Fachstelle auszutauschen. Ein Bücherflohmarkt lud sowohl zum Stöbern, als auch zum Erwerben von diversem Lesestoff ein. Den Abschluss des Festes bildete eine Tombola mit attraktiven Preisen, die mehrere Gäste zu glücklichen Gewinnern machte. Die Organisatoren des Sommerfestes zeigten sich mit dem Verlauf des Nachmittages voll zufrieden. Das Ziel des Festes, einen Nachmittag der Begegnung für Personen

Jahresbericht der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention 2016

Der Jahresbericht 2016 ist fertig. Das Thema war ganz klar "Veränderung". Hier eine kleine Kostprobe aus der Einleitung:

"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen.

Chinesisches Sprichwort

Veränderungen erfolgen zwangsläufig. Manche kündigen sich schon lange an. Manche konfrontieren uns zuweilen plötzlich und unvorbereitet. Allen ist gemeinsam: etwas geht zu Ende und etwas Neues beginnt. Veränderungen stellen oft große Herausforderungen an alle Beteiligten dar. Etwas Neues, Fremdes muss integriert, Übergänge geschaffen, veränderte Netzwerke benutzbar gemacht und mit Möglichkeiten und Grenzen neu umgegangen werden.

In der Arbeit mit Suchtkranken und -gefährdeten hat die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Harzer Land (FSP) mit veränderten Bedingungen, Situationen und Krankheitsbildern zu tun, auf die angemessen, zeitnah und professionell reagiert werden muss, um dem spezifischen und komplexen Hilfebedarf gerecht zu werden."

Der Jahresbericht kann hier komplett herunter geladen werden oder über das Sekretariat der FSP angefordert werden. Viel Spaß beim Lesen.

Sommerfest in der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention

Fachsstelle Sucht und der Förderkreis LoS – Leben ohne Sucht – laden ein.

Zum traditionellen  Sommerfest lädt die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention (FSP) am Samstag, den 24.06.2017  in die Juesseestraße ein. Ausrichter des Festes ist neben der FSP auch der  Förderkreis  LoS – Leben ohne Sucht. Seit über 10 Jahren steht der Förderkreis fest an der Seite der  die Fachstelle und unterstützt diese kontinuierlich durch finanzielle, ideelle und ehrenamtliche Hilfe. 

Das Fest beginnt um 14.30 Uhr mit einer Andacht in der Nicolai Kirche in der Junkernstrasse in Herzberg. Im Anschluss geht es weiter auf dem Gelände der Fachstelle in der Juesseestraße 17. Für das  leibliche Wohl ist gesorgt: es gibt ein reichhaltiges Kuchenbuffet und am späteren Nachmittag wird gegrillt.  Weitere Unterhaltung bieten eine Tombola mit attraktiven Preisen und ein Bücherflohmarkt.

Freunde der Fachstelle und alle, die die therapeutischen und beratenden Dienste der FSP in den letzten Jahren in Anspruch genommen haben, sind herzlich eingeladen. An diesem  Nachmittag gibt es die Möglichkeit, in ungezwungener Atmosphäre zu klönen und „Alte Weggefährten“ aus der Therapie wieder zu treffen oder sich mit den Therapeuten und Therapeutinnen der Fachstelle auszutauschen. Angehörige sind selbstverständlich ebenfalls willkommen.

Freunde und Förderer des Förderkreises haben die Gelegenheit sich über die Entwicklung, die Möglichkeiten und Ziele des LoS sowie über die Arbeit der Fachstelle zu informieren. Außerdem können Interessierte Kontakte zu Freundeskreisen oder Selbsthilfegruppen knüpfen.

Alle, die sich auf diesem Wege angesprochen fühlen sind herzlich eingeladen. Weitere Fragen oder Anmeldungen bei der FSP unter Tel. Nr.: 05521/ 6916

Suchtpräventive Fortbildungsreihe in der Jugendhilfe Süd-Niedersachsen

Im Rahmen von mehreren Fortbildungen konnten Mitarbeitenden der Jugendhilfe Süd-Niedersachsen am Standort Osterode ihre Kenntnisse zu Sucht und Suchtprävention auffrischen und neue Impulse für Ihre wichtige Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen kennen lernen.

Neben der Vermittlung von Basiswissen zu Substanzen, Konsummustern und Suchtentwicklung stand die suchtpräventive Begleitung und Bildung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Mittelpunkt. So wurde ausführlich zu den unterschiedlichen Entstehungsbedingungen einer Abhängigkeitserkrankung und Grundbedürfnisse von Menschen referiert. In Kleingruppen besprachen die Teilnehmenden Risiko- und Schutzfaktoren der zu betreuenden Jugendlichen und entwickelten hierzu pädagogische Unterstützungshandlungen in der täglichen Arbeit. Tipps zur Gesprächsführung und Ansprache von Auffälligkeiten in Zusammenhang mit Substanzmittelkonsum rundeten diesen Input-Block ab.

Der letzte Teil stand ganz im Fokus von Methoden der Suchtprävention. In einem interaktiven Workshop konnten die Mitarbeitenden unterschiedlichen Materialien zu Shisha-, Alkohol-, Cannabis- und Internetgebrauch kennen lernen und ausprobieren. Diese können in der Fachstelle für Gruppenabende oder auch Einzelberatungen ausgeliehen werden, um altersangemessen Informationen und suchtpräventive Botschaften an die Jugendlichen zu vermitteln.

Abgerundet wird die Zusammenarbeit zwischen der Jugendhilfe Süd-Niedersachsen und der Fachstelle mit suchtpräventiven Seminaren für die Jugendlichen in den Sommerferien.

Erfolgreicher Abschluss des Führerscheinkurses für Alkohol und Drogenauffällige Verkehrsteilnehmer/innen

„Ich fühle mich jetzt etwas sicherer und kann besser einschätzen, was auf mich zukommt. Mir macht die bevorstehende MPU nicht mehr so viel Angst.“ sagte ein Teilnehmer zum Abschluss des Führerscheinkurses.

Wer aufgrund von Alkohol- oder Drogenkonsum im Straßenverkehr seinen Führerschein abgeben und sich einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) unterziehen muss, sollte nicht unvorbereitet zu dieser Untersuchung gehen. Nur wer als geeignet zur  Teilnahme im Straßenverkehr bei der MPU eingestuft wird und die notwendigen Voraussetzungen für eine positive Prognose erfüllt (z.B. Abstinenznachweise, suchttherapeutische Gespräche etc), kann seinen Führerschein wiedererlangen.

Die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention bietet seit 2008 einen Kurs für alkohol- und drogenauffällige Verkehrsteilnehmer/innen an, der zur Vorbereitung auf die MPU genutzt werden kann. Sechs Teilnehmer/innen haben sich an vier Samstagvormittagen mit Informationen rund um Suchtmittel und Straßenverkehr (Gesetzliche Grundlagen zum Führerscheinentzug (STGB u. STV), Physiologische Wirkung von Alkohol und Drogen, Alkohol/Drogen, Fahrverhalten und Reaktionsvermögen, Konsummuster (riskant, schädlich, abhängig)) beschäftigt.

Weiter haben sie sich in einem Selbsterfahrungsteil mit ihrem eigenen Konsumverhalten  und Veränderungsstrategien befasst ( Entwicklung und Reflektion des eigenen Trink- und Konsumverhaltens, Analyse der Trunkenheits- /Deliktfahrt, Risikoanalyse, Ablehnungstraining und  Entwicklung von Handlungsalternativen bzw. Lebensstilveränderungen). Alle Teilnehmer/innen haben für sich konkrete Schritte erarbeitet, die demnächst als optimale Vorbereitung zur MPU zu tun sind.

Um die Inhalte lebendiger zu vermitteln und den Selbsterfahrungsteil lockerer zu gestalten wurden neben Rollenspielen auch Kleingruppenarbeit und verschiedene kreative Aufgaben- und Fragestellungen angeboten. Alle Teilnehmer/innen haben sich aktiv beteiligt und gut zusammengearbeitet. Die anfängliche Aufregung („was erwartet mich hier im Kurs?“) war schnell verflogen. Sie konnten sich austauschen über die gemeinsame Erfahrung, den Führerschein entzogen bekommen zu haben, und die negativen Konsequenzen, die für sie damit verbunden waren. „Schon alleine der Austausch war für mich ganz wichtig“, berichtete ein Beteiligter.

Wenn alle Teilnehmer/innen das anwenden, was sie im Kurs gelernt und die Schritte in Angriff nehmen, die sie für sich entwickelt haben, dürfte der Wiedererlangung des Führerscheins nichts mehr im Wege stehen.

Vorbereitungskurs auf die MPU bei der Fachstelle für Sucht und Suchtberatung

Keine Bagatelle, sondern ein Delikt

Den Führerschein verloren – für Christoph Isermann von der Fachstelle für Sucht und Suchtberatung in Herzberg klingt das immer ziemlich bagatellisierend. „Es ist ein Entzug der Fahrerlaubnis, also eine Straftat und nicht etwas, das man verliert und wiederfinden muss“, sagt er. Noch dazu kann eine Zeit ohne Führerschein eben auch ein großer Einschnitt im Alltag und im Berufsleben sein.

Als Hürde vor der Neuerteilung der Fahrerlaubnis hat der Gesetzgeber zudem die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) gesetzt, bei der die Fahreignung des Verkehrsteilnehmers überprüft wird, also letztlich dessen Einsicht beurteilt wird. Für die MPU gibt es inzwischen zahlreiche Vorbereitungskurse und jetzt eben auch einen von der Fachstelle für Sucht und Suchtberatung des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Harzer Land.

Christoph Isermann und Präventionerin Anna von Wensiersky sind froh über dieses Angebot, das im Mai, gekoppelt mit der Aktionswoche Alkohol startet. „Es geht um eine Auseinandersetzung mit dem Delikt“, erläutern sie, dazu zählen ein Vorgespräch, Kurseinheiten und ein Nachgespräch. So sollen der Bagatellisierung entgegengewirkt und das Risiko einer Wiederholung minimiert werden.

Die 18 Unterrichtsstunden finden in der Zeit vom 6. bis zum 27. Mai jeweils samstags statt und sind ein kostenpflichtiges Angebot.

Ch. Dolle

Workshop Methodenkoffer Alkoholprävention

Um mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen ohne Abstinenzhaltung  zum Thema Alkoholkonsum ins Gespräch zu kommen, bietet die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention im Kirchenkreis Harzer Land einen Workshop für Lehr- und sozialpädagogische Fachkräfte aus Schule, Jugend- und Freizeitarbeit an. In drei Stunden werden interaktiv und erprobte Methoden, z. B. Übungen mit den Rauschbrillen, ein Alkoholquiz oder ein Kurzfilm zum Thema Alkohol im Straßenverkehr ausprobiert und vermittelt.

Die Materialien können nach dieser Fortbildung in der Fachstelle in einem kompakten Methodenkoffer zur Alkoholprävention ausgeliehen und in der eigenen Arbeit eingesetzt werden.

Datum:           Mittwoch, den 17. Mai 2017

Uhrzeit:          13:00 - 16:00 Uhr

Ort:                 Fachstelle für Sucht und SuchtPrävention

Kosten:          20,00 € pro Person (Materialkosten)

Referentin:    Anna von Wensiersky, Präventionsfachkraft

Eine Anmeldung ist ab sofort direkt an die FSP Herzberg möglich. Die Teilnahmegebühr ist  in bar am Termin zu bezahlen. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. Eine Teilnahmebestätigung wird ausgestellt. Den Flyer und die Ausschreibung mit allen Informationen können Sie sich gerne herunterladen.