Freiheit als Gegenteil von Abhängigkeit

Fachstelle für Sucht und Suchtprävention beteiligt sich am Markt der Möglichkeiten bei „Danke, Martin!“

Chr. Dolle, Kirchenkreis Harzer Land

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Schließlich soll am Wochenende alles gelingen und man will sich von der besten Seite zeigen. So auch die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention im Diakonischen Werk des Kirchenkreises Harzer Land. Gemeinsam mit ihrem Förderkreis ist sie mit einem Stand auf dem Markt der Möglichkeiten am Samstag in Osterode vertreten.

Damit alles klappt, müssen noch Luftballons mit Gas gefüllt werden und hoffentlich kommen die Karten rechtzeitig an. „Wenn du fliegen willst, musst du die Sachen loslassen, die dich runterziehen.“ Dieser Spruch der Literaturnobelpreisträgerin Toni Morrison soll auf besagten Karten stehen, die Besucher des Standes an Luftballons in den Himmel schicken. Die drei Absender der Ballons, die dann die weiteste Strecke zurücklegen, werden mit einem Harz-Rundflug vom Flugplatz in Hattorf aus belohnt.

„Wir wollten uns mit etwas beteiligen, was zur Fachstelle passt“, erzählt Leiterin Ingrid Baum, „und kamen so auf Freiheit als Gegenteil von Abhängigkeit, die ja auch eines der Kernthemen bei Luther ist.“ Die Idee war geboren, gemeinsam mit dem Förderkreis wurde sie in die Tat umgesetzt, jetzt hoffen alle Beteiligten nur noch auf gutes Wetter bei „Danke, Martin!“.

Das haben sie gemeinsam mit allen weiteren Einrichtungen und Gemeinden des Kirchenkreises, die sich am Samstag auf dem Kornmarkt präsentieren. Ebenso natürlich mit den jungen Bands, die am Freitag nach der Eröffnung in der Stadthalle draußen im Park rocken und nicht zuletzt mit denjenigen, die am Sonntag den Sternmarsch und den Open Air-Gottesdienst auf dem Kornmarkt vorbereiten.

Das Luther-Happening von Freitag, 1. September, bis Sonntag, 3. September, kann also kommen, die Vorfreude aller Mitwirkenden ist groß und auch viele Besucher sind bereits gespannt auf das umfangreiche Programm. Auf all die abgedroschenen Sprüche den guten Draht der Kirche zu Petrus betreffend soll an dieser Stelle aber verzichtet werden.

Danke, Martin! 1. bis 3. September 2017

Informationen zu allen Programmpunkten und Veranstaltungen können Sie im Programmheft oder auf der Website des Luther - Happening nachlesen. 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Danke, Martin! Das Luther-Happening des Kirchenkreises Harzer Land vom 1. bis 3. September 2017

Vom 1. bis 3. September findet in Osterode am Harz das Luther-Happening des Kirchenkreises Harzer Land statt. Wir als Diakonische Einrichtung werden Teil der Veranstaltung sein und im Rahmen des Markt der Möglichkeiten am Samstag, den 2. September ab 10:00 Uhr einen Luftballon-Weitflugwettbewerb anbieten. Die StarterInnen der drei Ballons, die den weitesten Luftweg zurücklegen, gewinnen einen Gastflug im Motorsegler. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Hier wird kurz das Programm vorgestellt. Eine ausführliche Darstellung finden Sie im Programmheft, dass Sie hier herunterladen oder in den regionalen kirchlichen Einrichtungen und Gemeinden finden können.

Programm für Freitag, 1. September:

Chr. Dolle, Kirchenkreis Harzer Land

Fulminant beginnt das Luther-Happening „Danke, Martin!“ am Freitag mit der Aufführung der Neunten Sinfonie von Ludwig van Beethoven ab 19 Uhr in der Osteroder Stadthalle. Beteiligt sind Chöre des Kirchenkreises Harzer Land und das Barockorchester Camerata Allegra. Die Leitung hat Jörg Ehrenfeuchter.

Anschließend konnte Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer zum Festvortrag gewonnen werden. Der bekannte Mediziner spricht über eine Medizin, bei der der ganze Mensch im Mittelpunkt steht, die also auch mit ethischen und moralischen Fragestellungen zu tun hat.

Ab etwa 21.30 Uhr heißt es dann „Luther rockt“, wenn mehrere junge Bands unter dem Dach der evangelischen Jugend Harzer Land im Park vor der Stadthalle spielen

Programm für Samstag, 2. September:

Schon früh um 9 Uhr beginnt der Samstag in der St. Aegidienkirche und der St. Marienkirche mit Bibelarbeiten. In St. Aegidien wird Landessuperintendent Eckhard Gorka zu Gast sein, in St. Marien Jan von Lingen, Superintendent des Kirchenkreises Leine-Solling.

Von 10 bis 18 Uhr werden sich die Gemeinden und Einrichtungen des Kirchenkreises Harzer Land beim Markt der Möglichkeiten auf dem Kornmarkt präsentieren. Es gibt Livemusik, viele unterschiedliche Stände, Informationen rund um Gott und die Welt und viel zu entdecken, was manche bei Kirche vielleicht gar nicht erwarten.

Die Schlosskirche St. Jacobi lädt um 16 Uhr zum Kindermusical „Schockorange“ ein, an dem etwa 80 Kinder beteiligt sind. Die musikalische Leitung hat Jörg Ehrenfeuchter.

Ein buntes Programm erwartet die Besucher auch bei der Langen Kirchen-Nacht in St. Jacobi von 19 bis 24 Uhr. Choräle treffen hier auf Jazz, es gibt Kabarett, Impro-Theater und vieles mehr, um der Bezeichnung „Happening“ gerecht zu werden.

Programm für Sonntag, 3. September:

Während viele Besucher der Langen Kirchen-Nacht in Osterode am Sonntag noch ausschlafen, treffen sich die Kirchengemeinden des Kirchenkreises schon um 8 Uhr zum gemeinsamen Frühstück in den Gemeindehäusern im Stadtgebiet. Um 9 Uhr ziehen sie dann in einem Sternmarsch mit vielen Musikzügen zum Kornmarkt.

Dort beginnt um 10 Uhr der Open-Air-Festgottesdienst unter anderem mit Landessuperintendent Eckhard Gorka. Begleitet wird der Gottesdienst durch einen Posaunenchor aus etwa 100 Bläsern aus dem Kirchenkreis Harzer Land.

Etwas abhängig vom Wetter endet das Programm mit Beiträgen der am Sternmarsch teilnehmenden Musikzüge, hier wird die Kirche unter Umständen beweisen, dass sie auch spontan sein kann.  

Forum betriebliche Suchtprävention und -hilfe zum Thema Cannabis

Am Mittwoch, den 16.08.2017 fand das Forum Betriebliche Suchtprävention und -hilfe in den Räumlichkeiten der FSP statt.

Hierbei handelt es sich um ein regelmäßiges Treffen von Mitarbeiter_innen  des Altkreises Osterode am Harz, die innerhalb ihrer Firmen als Ansprechpartner_in für Sucht tätig sind oder im Rahmen ihrer Betriebsrat Tätigkeit für das Thema Sucht und Suchtprävention zuständig sind.

Nachdem die Gäste begrüßt wurden und von Neuigkeiten aus den Betrieben berichtet wurde, sollte es bei dieser Sitzung um das Thema Cannabis gehen. Hierzu hatte Herr Sakolowski, der zurzeit ein achtwöchiges Praktikum in der FSP absolviert, einen fachlichen Input mit zentralen und wissenswerten Fakten zum Thema vorbereitet.

 Im Anschluss stellte Frau von Wensiersky „AlFreD“, den „grünen Koffer“ zur Prävention von Cannabis vor. Hierfür wurden zwei Methoden genauer vorgestellt, welche die Arbeitskreis Teilnehmer_innen selbst ausprobieren sollten. Hierbei ging es zum einen um eine Art Bilderrätsel, bei welchem thematische Begriffe, den passenden Bildern zugeordnet werden sollen. Die Rückseiten der jeweiligen Karten sind mit Informationen versehen. Diese Methode eignet sich zur spielerischen Wissensvermittlung.  Eine weitere vorgestellte Methode war das „Kifferquiz“. Bei dem digitalen Quiz sollten die Teilnehmenden, aufgeteilt in zwei Teams, thematische Quizfragen in verschieden Kategorien und unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen beantworten.

Das nächste Treffen findet am 25.10.2017 um 14:00 zum Thema „Ansprache bei auffälligem Verhalten im Betrieb“ statt. 

Wenn sie mit ihrer Firma teilnehmen möchten, melden sie sich gern an unter 05521-6916 oder per Mail an praevention@suchtberatung-herzberg.de

Suchtpräventive Fortbildungen

Im 2. Halbjahr bietet die Fachstelle spannende und neue suchtpräventive Veranstaltungen an.Die hier beschriebenen praxisorientierten und evidenzbasierten Workshops, Fortbildungen und Vernetzungsangebote richten sich an Multiplikatoren/innen und Kontaktpersonen, die mit Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen fundierte und wirksame Suchtprävention durchführen möchten.

Anmeldungen sind per Mail oder telefonisch an Frau von Wensiersky möglich. Falls Sie für Ihre Institution suchtpräventive Schulungen oder Einrichtungsberatung suchen, können Sie uns gerne ansprechen. Alle Angebote sind auch als Inhouse möglich.

Methodenworkshop zu AlFreD - Der grüne Koffer zur Cannabisprävention

AlFreD umfasst interaktive und aktuelle Methoden zur Cannabisprävention, sodass ein direkter Einsatz in Schulkassen möglich ist. Das Material wird vorgestellt und ausprobiert. Die Teilnahme am Workshop berechtigt den Koffer kostenfrei in der FSP auszuleihen und in eigenen Veranstaltungen zu nutzen.

Termin: Mi. 20.Sept. 2017 von 13:00 - 16:00 Uhr in der FSP, Juesseestr. 17, 37412 Herzberg

Kosten: 20,00 € pro Person (inkl. Material)

Gesprächsführungsfortbildung MOVE - Motivierende Kurzintervention bei konsumierenden Jugendlichen

MOVE richtet sich an Kontaktpersonen von Jugendlichen in Schule, Jugendarbeit und Ausbildung, die vor der Frage stehen, wie sie auf einen beobachtetes möglicherweise riskantes Konsumverhalten Jugendlicher oder junger Erwachsener von legalen und illegalen Suchtmitteln angemessen reagieren können.

"Eine Party ohne Alkohol? Dass gibt es bei uns nicht, zum Feiern gehört einfach was zu Trinken dazu." - "Kiffen ist doch gar nicht gefährlich, Alkohol ist viel gefährlicher, davon kann man sogar süchtig werden." - "So ein bisschen Speed, dass macht mich einfach fitt. Dann klappt das auch mit dem Schulabschluss."

So oder so ähnlich äußern sich Jugendliche und junge Erwachsene zu ihren Konsum. Sie sehen diesen meistens nicht als problematisch und sich selbst nicht als suchtgefährdet an und werden daher freiwillig keine Hilfeangebote in der Suchtberatung annehmen. Hier spielen Kontakt- und Bezugspersonen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine wichtige Rolle. Diese können mit Jugendlichen ins Gespräch kommen und eine angemessene Rückmeldung zum beobachteten möglicherweise riskanten Konsum geben.

Termin: 08.; 14. & 23. Nov. 2017 von 8:30—16:30 Uhr im JGH Harz, Scheerenberger Str. 34, 37520 Osterode am Harz

Kosten: 150,00 € pro Person (inkl. Material & Verpflegung)

Arbeitskreis Umgang mit konsumierenden Jugendlichen in der Einrichtung

Kollegialer Austausch und fachlicher Input für Mitarbeitende aus Schule, Jugendhilfe, Berufsvorbereitung, offener Jugendarbeit und verwandte Arbeitsbereiche zum Thema Umgang mit konsumierenden Jugendlichen.

Termin: Mi. 06. Dez. 2017 von 14:00 - 16:00 Uhr in der FSP, Juesseestr. 17, 37412       Herzberg

Kosten: kostenfrei

Thema Burnout im Forum betriebliche Suchtprävention und -hilfe

Im letzten Forum wurde ein sehr spannendes für alle Teilnehmenden aus Betrieben und Verwaltungen angesprochen: Burnout und Arbeitsplatzverdichtung. Neben den Ansprechpersonen Sucht waren auch wieder einige Mitglieder von Betriebsräten anwesend, denn das Thema spielt immer wieder eine Rolle im Arbeitsalltag und ist auch oft Mitauslöser für riskanten Suchtmittelkonsum.

Nachdem es einen ausführlichen Input durch die Mitarbeiterinnen der Fachstelle gab, wurde ausführlich diskutiert, wie dieses Wissen in die betriebliche Praxis transferiert werden kann und wie präventiv gefährdete Kollegen/innen angesprochen werden können.

Insgesamt eine sehr fruchtbare Sitzung, die Freude auf mehr macht. Das nächste Forum betriebliche Suchtprävention und -hilfe findet am Mittwoch, den 16. August 2017 von 14:00 - 16:00 Uhr zum Thema Cannabisprävention in den Räumlichkeiten der Fachstelle statt. Falls Sie als betriebliche Ansprechperson für Suchtfragen Interesse an der Teilnahmen haben, freuen wir uns auf einen kurzen Anruf im Sekretariat. Darüber hinaus bieten wir unterschiedliche Angebote im Rahmen von betrieblicher Suchtprävention an.

Tom & Lisa feiern eine Party

FSP Herzberg

Tom und Lisa werden 15 und wollen natürlich mit ihren Freund_innen Emma, Caroline, Svetlana, Christian, Sibel, Fabian, Vasili, Murat, Sophia, und Theo ihren Geburtstag gebührend feiern. Zur Planung trifft sich die Clique nach der Schule und bespricht alles Wichtige, besonders wie das mit dem Alkohol laufen soll.

So, oder so ähnlich kann der Alkoholpräventionsworkshop "Tom & Lisa" starten. Die teilnehmenden Jugendlichen schlüpfen dabei in die verschiedenen Rollen und planen wirklich eine Party. Es wird über das Jugendschutzgesetzt, Konsumzahlen, Elternmeinungen, Vorteile einer Party ohne Alkohol, Tipps im Umgang mit Alkohol, Alternativen zum Alkoholkonsum, aber auch Erste Hilfe bei einer Überdosis und Regeln zum Konsum gesprochen und noch viel wichtiger viel selber gemacht. Dies ist der große Vorteil dieses interaktiven Angebotes, die Jugendlichen schlüpfen in ihre Rolle und simulieren wirklich die Party. Dadurch werden die Jugendlichen in ihrer Lebenswelt angesprochen und können altersgemäß zu einem sachlichen und kritischen Umgang mit Alkohol angeregt werden.

Im neuen Schuljahr sind noch Plätze frei, wer also an dem Alkoholworkshop für Schulklassen oder Jugendgruppen hat, kann sich gerne in der Fachstelle melden. Alle Infos können im Flyer noch mal nachgelesen werden. "Tom & Lisa" sind Teil des kommunalen Alkoholprojekts "HaLt - Hart am Limit".

1. Jahr starKIDS - Zwischenbilanz und Ausblick

FSP Herzberg

Seit einem Jahr wird in vier Kindertageseinrichtungen "starKIDS - Starke Kinder von Anfang an. Suchtprävention und Gesundheitsförderung in Kindertagesstätten" durchgeführt. Nun wurde in einem Arbeitskreistreffen Bilanz gezogen.

Alle teilnehmenden Erzierher/innen sind sehr zufrieden mit dem Programm, besonders der Austausch innerhalb des Teams, aber auch mit den Kollegen/innen aus den anderen Einrichtungen wird als sehr positiv gesehen. Dadurch ergeben sich eine intensive Beschäftigung mit den suchtpräventiven Themen, neue Impulse für den Alltag und viele Reflexionsmöglichkeiten. Dadurch konnte ganz konkrete Gewinne in den einzelnen Einrichtungen erzielen:

  • Leitfaden für die Elternarbeit
  • Elternabende zu Konflikten, suchtpräventive Erziehung und Zusammenleben in der Familie
  • Medienprojekt: Aktives Gestalten von Fotos und Filmen mit eigener Ausstellung
  • verstärkte Kooperation mit der Erziehungsberatung
  • Ernährungsprojekt "Mein Lieblingsessen"
  • Gesundheitstag für das Erzieher/innen Team
  • Veränderung der persönlichen Einstellung zum Thema und eine stärkere Vorbildfunktion
  • Informationen zu suchtrelevanten Veranstaltungen und Einrichtungen erhalten

Aber auch über Stolpersteine wurde gesprochen, so ist es manchmal schwer die starKIDS Themen in den Kitaalltag zu integrieren, da noch viele weitere Angebote und Projekte in den Einrichtungen durchgeführt werden. Auch die Motivation im Team musste dadurch manchmal wieder hergestellt werden, aber dafür haben die Teilnehmenden im Arbeitskreis gute Rahmenbedingungen in ihren Teams entwickelt.

Im nächsten Kindergartenjahr wird sich intensiv mit Hilfen für Kinder aus suchtkranken Familien auseinander gesetzt. Neben Unterstützungsangeboten für Kinder, steht dabei besonders die Elternarbeit und Gesprächsführung von "schwierigen Gesprächen" im Mittelpunkt. Auf dieses Thema sind die Teilnehmenden sehr gespannt und erhoffen sich viele wichtige Tipps und Unterstützungsmöglichkeiten. Aber bis dahin genießen alle ihre verdiente Sommerpause.

Sommerfest war ein Erfolg

Fachsstelle Sucht und der Förderkreis LoS  haben gefeiert

Mit einem gut besuchten Gottesdienst in der Nicolai Kirche in Herzberg haben die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention  und der Förderkreis LoS  (Leben ohne Sucht) am 24.06.2017 ihr jährliches Sommerfest begonnen. Es ist schon Tradition, das Fest mit einem besinnlichen und angemessenen Rahmen  einzuläuten um  innezuhalten und Rückschau zu nehmen und sich die Überwindung und Bewältigung der Hindernisse und Beschwerlichkeiten der Sucherkrankung zu vergegenwärtigen.

Im Anschluss an den Gottesdienst wurde auf dem Gelände der FSP in der Juesseestrasse weitergefeiert. Es gab ein reichhaltiges Kuchenbuffet und der Andrang auf die Grillbratwürste war so groß, dass mehrere Portionen beim Fleischer nachgeordert werden mussten.

Vertreter/innen der verschiedenen Sucht-Selbsthilfegruppen im  Landkreis waren unter den Gästen und kamen untereinander ins Gespräch. Ehemalige Patient/innen und Klient/innen nutzten die Gelegenheit sich auf dem Sommerfest mit den Vorstandsmitgliedern des Förderkreises LoS und den  therapeutischen Mitarbeiter/innen der Fachstelle auszutauschen. Ein Bücherflohmarkt lud sowohl zum Stöbern, als auch zum Erwerben von diversem Lesestoff ein. Den Abschluss des Festes bildete eine Tombola mit attraktiven Preisen, die mehrere Gäste zu glücklichen Gewinnern machte. Die Organisatoren des Sommerfestes zeigten sich mit dem Verlauf des Nachmittages voll zufrieden. Das Ziel des Festes, einen Nachmittag der Begegnung für Personen

Jahresbericht der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention 2016

Der Jahresbericht 2016 ist fertig. Das Thema war ganz klar "Veränderung". Hier eine kleine Kostprobe aus der Einleitung:

"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen.

Chinesisches Sprichwort

Veränderungen erfolgen zwangsläufig. Manche kündigen sich schon lange an. Manche konfrontieren uns zuweilen plötzlich und unvorbereitet. Allen ist gemeinsam: etwas geht zu Ende und etwas Neues beginnt. Veränderungen stellen oft große Herausforderungen an alle Beteiligten dar. Etwas Neues, Fremdes muss integriert, Übergänge geschaffen, veränderte Netzwerke benutzbar gemacht und mit Möglichkeiten und Grenzen neu umgegangen werden.

In der Arbeit mit Suchtkranken und -gefährdeten hat die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Harzer Land (FSP) mit veränderten Bedingungen, Situationen und Krankheitsbildern zu tun, auf die angemessen, zeitnah und professionell reagiert werden muss, um dem spezifischen und komplexen Hilfebedarf gerecht zu werden."

Der Jahresbericht kann hier komplett herunter geladen werden oder über das Sekretariat der FSP angefordert werden. Viel Spaß beim Lesen.

Sommerfest in der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention

Fachsstelle Sucht und der Förderkreis LoS – Leben ohne Sucht – laden ein.

Zum traditionellen  Sommerfest lädt die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention (FSP) am Samstag, den 24.06.2017  in die Juesseestraße ein. Ausrichter des Festes ist neben der FSP auch der  Förderkreis  LoS – Leben ohne Sucht. Seit über 10 Jahren steht der Förderkreis fest an der Seite der  die Fachstelle und unterstützt diese kontinuierlich durch finanzielle, ideelle und ehrenamtliche Hilfe. 

Das Fest beginnt um 14.30 Uhr mit einer Andacht in der Nicolai Kirche in der Junkernstrasse in Herzberg. Im Anschluss geht es weiter auf dem Gelände der Fachstelle in der Juesseestraße 17. Für das  leibliche Wohl ist gesorgt: es gibt ein reichhaltiges Kuchenbuffet und am späteren Nachmittag wird gegrillt.  Weitere Unterhaltung bieten eine Tombola mit attraktiven Preisen und ein Bücherflohmarkt.

Freunde der Fachstelle und alle, die die therapeutischen und beratenden Dienste der FSP in den letzten Jahren in Anspruch genommen haben, sind herzlich eingeladen. An diesem  Nachmittag gibt es die Möglichkeit, in ungezwungener Atmosphäre zu klönen und „Alte Weggefährten“ aus der Therapie wieder zu treffen oder sich mit den Therapeuten und Therapeutinnen der Fachstelle auszutauschen. Angehörige sind selbstverständlich ebenfalls willkommen.

Freunde und Förderer des Förderkreises haben die Gelegenheit sich über die Entwicklung, die Möglichkeiten und Ziele des LoS sowie über die Arbeit der Fachstelle zu informieren. Außerdem können Interessierte Kontakte zu Freundeskreisen oder Selbsthilfegruppen knüpfen.

Alle, die sich auf diesem Wege angesprochen fühlen sind herzlich eingeladen. Weitere Fragen oder Anmeldungen bei der FSP unter Tel. Nr.: 05521/ 6916

Suchtpräventive Fortbildungsreihe in der Jugendhilfe Süd-Niedersachsen

Im Rahmen von mehreren Fortbildungen konnten Mitarbeitenden der Jugendhilfe Süd-Niedersachsen am Standort Osterode ihre Kenntnisse zu Sucht und Suchtprävention auffrischen und neue Impulse für Ihre wichtige Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen kennen lernen.

Neben der Vermittlung von Basiswissen zu Substanzen, Konsummustern und Suchtentwicklung stand die suchtpräventive Begleitung und Bildung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Mittelpunkt. So wurde ausführlich zu den unterschiedlichen Entstehungsbedingungen einer Abhängigkeitserkrankung und Grundbedürfnisse von Menschen referiert. In Kleingruppen besprachen die Teilnehmenden Risiko- und Schutzfaktoren der zu betreuenden Jugendlichen und entwickelten hierzu pädagogische Unterstützungshandlungen in der täglichen Arbeit. Tipps zur Gesprächsführung und Ansprache von Auffälligkeiten in Zusammenhang mit Substanzmittelkonsum rundeten diesen Input-Block ab.

Der letzte Teil stand ganz im Fokus von Methoden der Suchtprävention. In einem interaktiven Workshop konnten die Mitarbeitenden unterschiedlichen Materialien zu Shisha-, Alkohol-, Cannabis- und Internetgebrauch kennen lernen und ausprobieren. Diese können in der Fachstelle für Gruppenabende oder auch Einzelberatungen ausgeliehen werden, um altersangemessen Informationen und suchtpräventive Botschaften an die Jugendlichen zu vermitteln.

Abgerundet wird die Zusammenarbeit zwischen der Jugendhilfe Süd-Niedersachsen und der Fachstelle mit suchtpräventiven Seminaren für die Jugendlichen in den Sommerferien.

Erfolgreicher Abschluss des Führerscheinkurses für Alkohol und Drogenauffällige Verkehrsteilnehmer/innen

„Ich fühle mich jetzt etwas sicherer und kann besser einschätzen, was auf mich zukommt. Mir macht die bevorstehende MPU nicht mehr so viel Angst.“ sagte ein Teilnehmer zum Abschluss des Führerscheinkurses.

Wer aufgrund von Alkohol- oder Drogenkonsum im Straßenverkehr seinen Führerschein abgeben und sich einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) unterziehen muss, sollte nicht unvorbereitet zu dieser Untersuchung gehen. Nur wer als geeignet zur  Teilnahme im Straßenverkehr bei der MPU eingestuft wird und die notwendigen Voraussetzungen für eine positive Prognose erfüllt (z.B. Abstinenznachweise, suchttherapeutische Gespräche etc), kann seinen Führerschein wiedererlangen.

Die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention bietet seit 2008 einen Kurs für alkohol- und drogenauffällige Verkehrsteilnehmer/innen an, der zur Vorbereitung auf die MPU genutzt werden kann. Sechs Teilnehmer/innen haben sich an vier Samstagvormittagen mit Informationen rund um Suchtmittel und Straßenverkehr (Gesetzliche Grundlagen zum Führerscheinentzug (STGB u. STV), Physiologische Wirkung von Alkohol und Drogen, Alkohol/Drogen, Fahrverhalten und Reaktionsvermögen, Konsummuster (riskant, schädlich, abhängig)) beschäftigt.

Weiter haben sie sich in einem Selbsterfahrungsteil mit ihrem eigenen Konsumverhalten  und Veränderungsstrategien befasst ( Entwicklung und Reflektion des eigenen Trink- und Konsumverhaltens, Analyse der Trunkenheits- /Deliktfahrt, Risikoanalyse, Ablehnungstraining und  Entwicklung von Handlungsalternativen bzw. Lebensstilveränderungen). Alle Teilnehmer/innen haben für sich konkrete Schritte erarbeitet, die demnächst als optimale Vorbereitung zur MPU zu tun sind.

Um die Inhalte lebendiger zu vermitteln und den Selbsterfahrungsteil lockerer zu gestalten wurden neben Rollenspielen auch Kleingruppenarbeit und verschiedene kreative Aufgaben- und Fragestellungen angeboten. Alle Teilnehmer/innen haben sich aktiv beteiligt und gut zusammengearbeitet. Die anfängliche Aufregung („was erwartet mich hier im Kurs?“) war schnell verflogen. Sie konnten sich austauschen über die gemeinsame Erfahrung, den Führerschein entzogen bekommen zu haben, und die negativen Konsequenzen, die für sie damit verbunden waren. „Schon alleine der Austausch war für mich ganz wichtig“, berichtete ein Beteiligter.

Wenn alle Teilnehmer/innen das anwenden, was sie im Kurs gelernt und die Schritte in Angriff nehmen, die sie für sich entwickelt haben, dürfte der Wiedererlangung des Führerscheins nichts mehr im Wege stehen.

Vorbereitungskurs auf die MPU bei der Fachstelle für Sucht und Suchtberatung

Keine Bagatelle, sondern ein Delikt

Den Führerschein verloren – für Christoph Isermann von der Fachstelle für Sucht und Suchtberatung in Herzberg klingt das immer ziemlich bagatellisierend. „Es ist ein Entzug der Fahrerlaubnis, also eine Straftat und nicht etwas, das man verliert und wiederfinden muss“, sagt er. Noch dazu kann eine Zeit ohne Führerschein eben auch ein großer Einschnitt im Alltag und im Berufsleben sein.

Als Hürde vor der Neuerteilung der Fahrerlaubnis hat der Gesetzgeber zudem die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) gesetzt, bei der die Fahreignung des Verkehrsteilnehmers überprüft wird, also letztlich dessen Einsicht beurteilt wird. Für die MPU gibt es inzwischen zahlreiche Vorbereitungskurse und jetzt eben auch einen von der Fachstelle für Sucht und Suchtberatung des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Harzer Land.

Christoph Isermann und Präventionerin Anna von Wensiersky sind froh über dieses Angebot, das im Mai, gekoppelt mit der Aktionswoche Alkohol startet. „Es geht um eine Auseinandersetzung mit dem Delikt“, erläutern sie, dazu zählen ein Vorgespräch, Kurseinheiten und ein Nachgespräch. So sollen der Bagatellisierung entgegengewirkt und das Risiko einer Wiederholung minimiert werden.

Die 18 Unterrichtsstunden finden in der Zeit vom 6. bis zum 27. Mai jeweils samstags statt und sind ein kostenpflichtiges Angebot.

Ch. Dolle

Workshop Methodenkoffer Alkoholprävention

Um mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen ohne Abstinenzhaltung  zum Thema Alkoholkonsum ins Gespräch zu kommen, bietet die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention im Kirchenkreis Harzer Land einen Workshop für Lehr- und sozialpädagogische Fachkräfte aus Schule, Jugend- und Freizeitarbeit an. In drei Stunden werden interaktiv und erprobte Methoden, z. B. Übungen mit den Rauschbrillen, ein Alkoholquiz oder ein Kurzfilm zum Thema Alkohol im Straßenverkehr ausprobiert und vermittelt.

Die Materialien können nach dieser Fortbildung in der Fachstelle in einem kompakten Methodenkoffer zur Alkoholprävention ausgeliehen und in der eigenen Arbeit eingesetzt werden.

Datum:           Mittwoch, den 17. Mai 2017

Uhrzeit:          13:00 - 16:00 Uhr

Ort:                 Fachstelle für Sucht und SuchtPrävention

Kosten:          20,00 € pro Person (Materialkosten)

Referentin:    Anna von Wensiersky, Präventionsfachkraft

Eine Anmeldung ist ab sofort direkt an die FSP Herzberg möglich. Die Teilnahmegebühr ist  in bar am Termin zu bezahlen. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. Eine Teilnahmebestätigung wird ausgestellt. Den Flyer und die Ausschreibung mit allen Informationen können Sie sich gerne herunterladen.